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2023|2024 GIPFELSTÜRMER
Donnerstag,
07.03.2024
19.00 Uhr Akademie
Hamburg, Komponistenquartier
Lichtwark-Saal (Neanderstraße 22)
Donnerstag,
07.03.2024
19.00 Uhr Akademie
Hamburg, Komponistenquartier
Lichtwark-Saal (Neanderstraße 22)
bei Bach: Akademie zum 310. Geburtstag des Hamburger Bach
Ein CPE-Bach-Akademie Hamburg Projekt
Hansjörg Albrecht Moderation
Sophie Werkmeister Moderation
Prof. Michael Maul Intendant des Leipziger Bach-Festes
Christoph Eglhuber Rekonstruktion von Bachs Lukas-Passion
Beschreibung

„Wider den schlechten Ruf des Pasticcio“
Eine wissenschaftlich-musikalische Annäherung an ein Phänomen
Einführung in die Rekonstruktion von J.S.Bachs fehlender Lukas-Passion BWV 246

Pasticcio bezeichnet eine Oper oder auch ein kirchenmusikalisches Werk (Oratorium, Passion), das aus bereits existierender Musik verschiedener Komponisten oder aus verschiedenen Werken eines Komponisten zusammengestellt ist. Die ersten Pasticci erschienen nach 1700; ihre Blütezeit fällt in die Jahre von 1720 bis 1750, als praktisch in ganz Europa (mit Ausnahme Frankreichs) die Opera seria die herrschende Opernform war. Deren Schema der Trennung in handelnde und betrachtende Teile (denen musikalisch Rezitativ und Arie entsprechen) kommt der Pasticcio-Praxis entgegen. Die Affekte, die in den Arien zum Ausdruck kommen, kehren in jeder Oper wieder und sind zudem textlich wie auch musikalisch stark typisiert. Daher werden die Arien leicht zu Versatzstücken, die man beinahe beliebig von einer Oper in eine andere transferieren kann. Carl Philipp Emanuel Bach war von 1768 bis zu seinem Tod 1788 städtischer Musikdirektor in Hamburg. Für viele seiner kirchenmusikalischen Werke aus dieser Zeit verarbeitete er bereits vorhandenes Material; seien es eigene, frühere Kompositionen oder die Werke anderer Komponisten wie Georg Anton Benda, Gottfried August Homilius, Gottfried Heinrich Stölzel, aber auch die seines Vaters Johann Sebastian Bach und seines Paten Georg Philipp Telemann. | Die aktuelle Rekonstruktion von J.S.Bachs fehlender Lukas-Passion durch Lorenz & Christoph Eglhuber, die als Welturaufführung erstmalig am 12. März 2024 in der Hamburger Laeiszhalle erklingt und in der für die Barockzeit typischen Pasticcio-Technik entstand, wird in diesem Akademie-Talk mit dem international renommierten Bach-Forscher Michael Maul sowie mit Musik und vielfältigen Einblicken in das Werk und Bachs Kompositionswerkstatt vorgestellt.

Beschreibung

„Wider den schlechten Ruf des Pasticcio“
Eine wissenschaftlich-musikalische Annäherung an ein Phänomen
Einführung in die Rekonstruktion von J.S.Bachs fehlender Lukas-Passion BWV 246

Pasticcio bezeichnet eine Oper oder auch ein kirchenmusikalisches Werk (Oratorium, Passion), das aus bereits existierender Musik verschiedener Komponisten oder aus verschiedenen Werken eines Komponisten zusammengestellt ist. Die ersten Pasticci erschienen nach 1700; ihre Blütezeit fällt in die Jahre von 1720 bis 1750, als praktisch in ganz Europa (mit Ausnahme Frankreichs) die Opera seria die herrschende Opernform war. Deren Schema der Trennung in handelnde und betrachtende Teile (denen musikalisch Rezitativ und Arie entsprechen) kommt der Pasticcio-Praxis entgegen. Die Affekte, die in den Arien zum Ausdruck kommen, kehren in jeder Oper wieder und sind zudem textlich wie auch musikalisch stark typisiert. Daher werden die Arien leicht zu Versatzstücken, die man beinahe beliebig von einer Oper in eine andere transferieren kann. Carl Philipp Emanuel Bach war von 1768 bis zu seinem Tod 1788 städtischer Musikdirektor in Hamburg. Für viele seiner kirchenmusikalischen Werke aus dieser Zeit verarbeitete er bereits vorhandenes Material; seien es eigene, frühere Kompositionen oder die Werke anderer Komponisten wie Georg Anton Benda, Gottfried August Homilius, Gottfried Heinrich Stölzel, aber auch die seines Vaters Johann Sebastian Bach und seines Paten Georg Philipp Telemann. | Die aktuelle Rekonstruktion von J.S.Bachs fehlender Lukas-Passion durch Lorenz & Christoph Eglhuber, die als Welturaufführung erstmalig am 12. März 2024 in der Hamburger Laeiszhalle erklingt und in der für die Barockzeit typischen Pasticcio-Technik entstand, wird in diesem Akademie-Talk mit dem international renommierten Bach-Forscher Michael Maul sowie mit Musik und vielfältigen Einblicken in das Werk und Bachs Kompositionswerkstatt vorgestellt.

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